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Verschlucken

Bestimmt hast du dich schon einmal verschluckt. Das kann zum Beispiel passieren, wenn du zu schnell isst, nicht gründlich kaust oder beim Essen sprichst oder lachst.

Wie es zum Verschlucken kommt

Beim Schlucken verschließt der Kehldeckel normalerweise den Eingang zur Luftröhre. So gelangen Speisen und Flüssigkeiten in die Speiseröhre, während die Luft durch die Luftröhre strömt. Gelangt dennoch Nahrung, Flüssigkeit oder ein Fremdkörper versehentlich in die Luftröhre, spricht man vom Verschlucken. Der Körper reagiert darauf meist sofort mit Husten und versucht so, die Atemwege wieder freizubekommen.

Wenn die Atemwege blockiert sind

Je nachdem, wie groß der Fremdkörper ist und wo er in den Atemwegen feststeckt, kann manchmal noch etwas Luft an ihm vorbeiströmen. Verschließt er die Atemwege vollständig, gelangt keine Luft mehr in die Lunge. Dann wird es schnell gefährlich, weil der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Besonders gefährdet sind Babys und Kleinkinder. Sie nehmen häufig Gegenstände in den Mund. Dabei können kleine Teile versehentlich in die Atemwege gelangen und diese blockieren.

Wie man helfen kann

Kann die betroffene Person noch kräftig husten, fordere sie auf, weiterzuhusten. Kann sie nicht mehr kräftig husten, beuge ihren Oberkörper möglichst weit nach vorne. Gib ihr dann mit der flachen Hand bis zu fünf kräftige Schläge zwischen die Schulterblätter. Prüfe, ob sich der Fremdkörper gelöst hat.

Wenn kräftiges Husten und Rückenschläge nicht helfen, können bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Oberbauchkompressionen helfen. Stelle dich dafür hinter die betroffene Person und umfasse ihren Oberbauch mit beiden Armen. Balle eine Hand zur Faust und lege sie zwischen Bauchnabel und Brustbein. Umfasse die Faust mit der anderen Hand und ziehe sie kräftig nach innen und oben. Wiederhole die Bewegung bis zu fünfmal und prüfe, ob sich der Fremdkörper gelöst hat.

Diese Maßnahme wird auch Heimlich-Handgriff genannt.

Bei Säuglingen unter einem Jahr dürfen keine Oberbauchkompressionen durchgeführt werden.

4 Schritte zur Hilfe

  1.  Zum Husten ermutigen
  2. Bis zu 5 Rückenschläge, wenn das Husten nicht wirksam ist
  3. Bis zu 5 Oberbauchkompressionen, wenn die Rückenschläge nicht helfen
  4. Im Wechsel fortfahren: 5 Rückenschläge, 5 Oberbauchkompressionen, bis der Fremdkörper gelöst ist oder professionelle Hilfe übernimmt

Wichtig: Notruf 112 veranlassen und nicht blind mit dem Finger in den Mund greifen.

Alles klar? Zeig, was du schon gelernt hast.

 

 

  1. Frage 1
  2. Frage 2
  3. Frage 3
  4. Frage 4

Warum verschluckt man sich?

Nicht ganz. Beim Reden während des Essens kann man sich zwar auch verschlucken, aber das ist nicht der häufigste Grund.

Das stimmt nicht. Eine Erkältung hat nichts damit zu tun, wie Nahrung beim Schlucken in die Luftröhre gerät.

Richtig! Wer schlingt, hat weniger Kontrolle beim Schlucken sodass leicht etwas in die Luftröhre statt in die Speiseröhre geraten kann.

Wohin führt die Luftröhre?

Nein, die Luftröhre hat keine Verbindung zum Gehirn.

Richtig! Die Luftröhre transportiert die Luft, die wir einatmen, direkt in die Lunge.

Das ist falsch: dorthin führt die Speiseröhre, nicht die Luftröhre.

Wie häufig klopfen wir auf den Rücken?

Das sind zu viele auf einmal. Nach 5 Schlägen solltest du erst prüfen, ob es geholfen hat.

Richtig! Bis zu 5 kräftige Schläge zwischen die Schulterblätter geben, dann kontrollieren, ob sich der Fremdkörper gelöst hat.

Das ist zu wenig. Klopfe lieber öfter, damit der Fremdkörper sich lösen kann.

Wann wählen wir den Notruf?

Richtig! Das ist ein Notfall, daher sofort die 112 anrufen.

Dann besteht meist keine akute Gefahr mehr. Ein Notruf ist dann nicht nötig.

In diesem Fall ist meist alles in Ordnung, ein Notruf ist nicht notwendig.

Erreichte Punkte: 04
drei knobelnde Jugendliche

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